Ein unzüchtiges Unzucht-Konzert

Gestern war es endlich soweit! Das Unzucht-Konzert in Köln! Ich bin immer noch voll geflasht, von der Stimmung, von der Show, von Unzucht selbst. Deshalb möchte ich diese Eindrücke hier unbedingt festhalten und euch daran teilhaben lassen.

Erstmal hieß es gestern ganz normal arbeiten. Aber nur bis 15.00Uhr. Danach ging es dann direkt zur Essigfabrik in Köln. Der Zug meiner besten Freundin Silke hatte Verspätung, deshalb haben wir uns entschlossen das ich schon mal voraus eile um uns die ersten Plätze am Wartetor zu sichern.

Gegen 15.50Uhr war ich ungefähr auch angekommen. Was soll ich sagen? Außer mir war da keiner! Also habe ich es mir gemütlich gemacht, mein Buch ausgepackt und etwas gelesen. Bis ich dann gehört habe das Unzucht mitten im Soundcheck sind. Also, Ohrstöpsel raus, Buch zu, lauschen und die Vorfreude stieg und stieg.

Mein erster Gedanke war sowas wie Meine Fresse, die Stimme vom Schulz ist ja in echt noch viel geiler.

Nach ca ner Stunde kam dann auch meine beste Freundin endlich an, zu dem Zeitpunkt war ich schon gefühlt tiefgefroren. Allerdings wurde es dann auch doch wieder was wärmer und wir mussten nicht mal die Teelichter auspacken die ich extra mitgenommen hatte damit wir uns die Hände daran wärmen können wie an einem Lagerfeuer.

Die Zeit ging dann auch recht zügig um, so dass es bald hieß: Einlass! Also fix durch die Taschenkontrolle, Ticket abgezupft und losgerannt. Wobei es bestimmt eher aussah wie ein Watschel-Pinguin-Sprint, mit tiefgekühlten Beinen lässt es sich halt nicht so gut rennen. Jedenfalls kamen wir in die erste Reihe *yeaaah*

Dann wurde erstmal die Bühne fertig aufgebaut und dann begann, meinem Empfinden nach, erstmal eine nie enden wollende Folter. Wobei es in Wahrheit wohl nur ca 30 Minuten war.

Sorry das ich das jetzt so hart sage, aber die Vorband hat mich fast zum einschlafen gebracht. Und das meine ich wörtlich, weil ich so dermaßen müde wurde als die auf der Bühne standen. Als ich mich dann umgesehen habe war die Stimmung generell nicht so berauschend. Am Ende haben zwar (fast) alle brav geklatscht (ich nicht…) aber ich glaube der Großteil der Leute war erleichtert als die Vorband ihre Sachen gepackt hat und verschwunden ist.

Und dann war es endlich soweit!

Als erstes Betrat der Fuhrmann die Bühne, danach der De Clercq, gefolgt vom Blaschke und danach betrat höchstpersönlich der Schulz die Bühne. Die Stimmung war am brodeln!

Ich muss zugeben, ich war bisher auf keinem Rockkonzert. Blutengel, Agonoize, verschiedene Bands beim Amphi.. Aber das waren meistens doch eher so elektronische Sachen. Also erstmal rausfinden wie man darauf nun genau tanzt (in meinem Fall eher rumzappelt wie ein Fisch auf dem trockenen oder auch wie bei einem epileptischen Anfall).

Die Stimmung war überwältigend! Die Essigfabrik war zwar nicht mal ganz gefüllt, aber die Stimmung und die Atmosphäre haben sich angefühlt, als wäre die Essigfabrik gleich zweimal bis unters Dach voll.

Ich werde jetzt aber nicht alle Songs der Reihe nach auflisten wie welche, wann gespielt wurden. Zum einen kann ich es gar nicht sagen welche wann gespielt wurden, zum anderen ist das hier ein persönlicher Bericht wie ich das Konzert empfand und erlebt habe und kein professioneller Konzertbericht.

Jedenfalls, es wurden Songs von der neuen Platte gespielt, wie Lava, Widerstand oder Ein Wort fliegt wie ein Stein, aber auch ältere Klassiker wie Nur die Ewigkeit, Schweigen, Meine Liebe oder Schwarzes Blut. Aber auch noch viele mehr.

Es war überwältigend all diese Songs endlich mal live zu hören. Ich muss sagen, live bekommen sie alle noch mal ein anderes Feeling als auf CD und die Stimme vom Schulz klingt live vor allem noch viel viel besser!

An dieser Stelle möchte ich auch mein Lob an Daniel De Clercq aussprechen! Wie einige vielleicht mitbekommen haben, hat er sich böse an den Füßen verletzt. Wenn ich das vorher nicht bei Facebook gelesen hätte, hätte ich das allerdings kaum bemerkt. Er hat die Show 1A durchgezogen. Ab und an hat er sich dann mal auf einen Hocker hingesetzt (was ihm mehr als vergönnt war!) aber ansonsten hat man ihm nichts angemerkt.

Dann hat der Schulz auch noch ein Stage Diving gemacht (sagt man das so? =P). Ich habe sowas ja noch nie erlebt, war aber sprachlos. Kurz für Leute die mit dem Begriff vielleicht nichts anzufangen wissen: Dabei wird eine Person auf Rücken- oder Bauchlage auf den Händen des Publikums einmal über die Menschenmenge getragen. Es war überwältigend! Der Schulz hat sich direkt vor meine beste Freundin gestellt um hoch zu kommen und ich war ja komplett sprachlos. Aber da hat meine beste Freundin direkt meine Hand genommen und ihm mit ans Bein gelegt um ihm mit hoch zu helfen (danke! xD Ich war ja wie versteinert xD). Es war atemberaubend!

Dann kam leider aber auch viel zu schnell das Ende. Den De Clercq haben wir noch angefeuert wie er von der Bühne humpelte und dann gingen die Zugabe-Rufe auch schon los. Kurz darauf ist De Clercq dann wieder unter Anfeuerungen auf die Bühne gehumpelt und die Menge war am toben! 

Leider geht auch eine Zugabe nicht ewig und es war viel zu schnell alles vorbei. Aber damit war die Band nicht verschwunden. In spätestens 5 Minuten würden sie am Merchandise Stand sein um mit uns noch zu plaudern, was zu trinken, Fotos zu machen, Autogramme zu verteilen etc. Ich stand gerade noch mit meiner Freundin an der Bar um uns was zu trinken zu holen da liefen sie auch schon an uns vorbei.

Ich war so sprachlos. Im wahrsten Sinne des Wortes! 

Also hat mich meine Freundin gepackt und eigentlich waren wir auf dem Weg nach draußen um eine zu rauchen aber da stand er: Der Schulz! 

Also ab hin zu ihm und er war ja so herzlich und so lieb. Ich könnte euch noch stundenlang vorschwärmen wie lieb die 4 waren. 

Meine Freundin hat sich erstmal bei ihm bedankt und ihn einmal gedrückt, ich stand währenddessen einfach nur doof daneben, hab den Mund nur schwer zugekriegt und danach kaum aufgekriegt um was zu sagen. Aber kurzerhand hat mich der Schulz auch in eine Umarmung geschlossen und ich habe ganz schwer bemüht ein Danke rausgestammelt und ihn angeguckt als wäre er von einem anderen Planeten. Meine Güte.. Absolut peinlich!

Aber kennt ihr das? Da steht ein Mensch vor euch, den ihr bewundert, dem ihr für die Musik die er macht abgrundtief dankbar seid und dem ihr eigentlich so viel sagen wollt und ihm für so viel danken wollt und dann guckt euch der Mensch an, absolut locker, freundlich, den Fans aufgeschlossen gegenüber. Und dann kriegt ihr kein verdammtes Wort raus außer ein gestammeltes Danke!

Aber zum Glück war meine Freundin dabei sonst hätte ich mich wohl gar nicht getraut zu fragen aber tadaaa ich habe ein Foto mit dem Schulz, auf dem ich grinse wie ein Honigkuchenpferd. Das könnt ihr ebenfalls unten in der Fotogalerie bewundern.

Auf den Schock den ich da erlitten habe sind wir dann aber erstmal eine rauchen gegangen. Danach haben wir uns wieder ins Getümmel gestürzt um uns noch Autogramme zu holen. Wobei ich mich da auch nicht wesentlich besser angestellt habe.

Man mag ja meinen, dass es so im Laufe der Zeit etwas besser wird wenn man Zeit hat die Leute anzugucken und schon bei 1 oder 2 war für ein Autogramm. Vergesst es! Ich habe jeden doof und freudig angestarrt und war komplett versteinert. Und innerlich ging das eher ab wie OMFG da steht verdammt nochmal der Schulz oder WTF da sitzt der De Clarcq oder auch Oh mein Gott, oh mein Gott da steht der Blaschke bis hin zu Oh Gott oh f*ck da steht der Fuhrmann. Als der Fuhrmann dann unterschrieben hat meint er noch so Da ist ja noch gar keine Widmung drauf und fragte nach meinem Namen. Gott, zum Glück ist mir mein Name noch genau im richtigen Moment eingefallen. Das wäre ja noch peinlicher gewesen wenn mir mein eigener Name nicht eingefallen wäre!

Danach noch fix ein T-Shirt als Andenken geholt und dann ging es aber auch schon bald nach Hause.

Der Abend war für mich jedenfalls legendär! Ich muss sagen, ich war bisher auf keinem besseren Konzert und Unzucht hat sich mit ihrem Verhalten den Fans gegenüber und mit der Show wirklich als meine Lieblingsband entpuppt.

Viele Musiker sind den Fans gegenüber oft distanziert oder wirken arrogant und abgehoben. Die Jungs von Unzucht wirkten alle absolut bodenständig und haben sich massig Zeit für die Fans genommen. Sie waren absolut herzlich und so lieb 🙂 Da hat man gemerkt das die Fans ihnen wichtig sind.

Anbei findet ihr noch eine kleine Fotogalerie. Ich habe aber nicht viele Fotos gemacht, weil ich auf Konzerten besseres zu tun habe als die ganze Zeit mit der Kamera oder mit dem Handy rum zuknipsen. Dafür sind die professionellen Fotografen da.

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2 Comments Ein unzüchtiges Unzucht-Konzert

  1. Silke Faltin 27. Mai 2017 at 19:35

    Das war ein unvergesslicher Abend!

    Reply
    1. kl4kk1 27. Mai 2017 at 19:51

      Oh ja!
      Auf das viele weitere noch folgen werden 🙂

      Reply

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