Alles Amphi oder was? (Teil 1)

Einmal im Jahr, ein Wochenende, 2 Tage lang treffen sich in einer großen Stadt in NRW viele schwarze Gestalten. Ehrfürchtige, teilweise ängstliche Blicke auf den Straßen und in den Bahnen. Strenge Blicke und aufwändige Gewandungen. Alle zieht es zu einem magischen Punkt am Rhein: Dem Tanzbrunnen. Dort öffnen sich knarrend die Pforten und Nebelschwaden ziehen vorüber. In Gruppierung und im Gleichschritt wird der Tanzbrunnen betreten… und dann wird ordentlich abgefeiert: Es ist Amphi-Zeit!

Am frühen Morgen habe ich erstmal Silke am Bahnhof abgeholt. Dann ab nach Hause, den Krempel abgeladen und erstmal fertig gemacht. Wie es halt immer so ist. Ich muss allerdings gestehen, ich war am Samstag noch gar nicht in Amphi-Stimmung. Am liebsten wäre ich Zuhause geblieben und hätte mein Buch weitergelesen.

Das änderte sich aber schnell als wir endlich auf dem Amphi-Gelände angekommen sind.

Karte gegen Festivalbändchen getauscht, Taschenkontrolle, leere Plastikflasche mit Wasser gefüllt und los ging es zur Main Stage wo Unzucht schon fleißig am aufbauen war. Wir haben uns dann einen guten Platz gesucht, sogar recht weit vorne und gespannt dem Aufbau zugeschaut. Gut, ich habe aufgeregt dem Aufbau zugeschaut. Die Silke ist bei so etwas ja lockerer. Ich bin ja eher ein Mensch der anfängt zu hyperventilieren sobald ich wen aus einer Band die ich mag, erblicke.

Endlich war die Bühne aufgebaut und endlich, endlich ging es los!

Es wurden Klassiker gespielt wie „Nur die Ewigkeit“ oder „Engel der Vernichtung“ aber auch neue Songs wie „Nela“ und „Nur die halbe Wahrheit“ fanden ihren Weg in unsere Ohren. Wie immer liste ich hier jetzt nicht alle gespielten Titel auf. Zum einen kann man das wieder auf genug anderen Seiten nachlesen, zum anderen kann ich mir auch nicht alle merken die gespielt wurden.

Unzucht war live wieder erste Sahne, wie man so schön sagt. Sie haben die Bühne und den kompletten Tanzbrunnen zum Beben gebracht. Es war eine grandiose Show und es hat unglaublich viel Spaß gemacht dabei zu sein. Jedesmal wenn man die Jungs auf der Bühne sieht, strotzen sie vor Spaß und stecken einen förmlich an.

An dieser Stelle möchte ich auch den Damen danken die vor uns standen als Unzucht noch aufgebaut hat und die uns dann vor gelassen haben in die 2. Reihe. Noch mal vielen, vielen lieben Dank!

Nach Unzucht sind wir dann erst mal herum gegangen und haben schon mal ein bisschen die Stände durchgeschaut. Zu Aesthetic Perfection sind wir zur Main Stage zurückgekehrt.

Leider, leider muss ich sagen, dass mir Aesthetic Perfection live nicht gefällt. Nach dem dritten oder vierten Lied, klingt für mich einfach alles gleich. Daher haben Silke und ich uns auch vor dem Ende verabschiedet und sind weiter an den Ständen bummeln gegangen. Unter anderem waren Out of Line, Wonderland 13, Re-agenz und noch viele, viele andere, dessen Namen ich mir nicht merken konnte, vertreten.

Enttäuscht stellte ich fest, dass EMP dieses Jahr keinen Stand hatte. Da sie auch Sponsoren sind und 2015 auf dem Amphi vertreten waren dachte ich, wären sie dieses Jahr auch wieder da. Naja, leider nicht. Dafür waren aber viele andere bekannte Shops vertreten.

Bei Mono Inc. sind wir dann noch mal gucken gegangen. Aber irgendwie konnten auch die uns live nicht vom Hocker reißen. Da man die Musik aber sowieso über das ganze Gelände gehört hat, haben wir uns damit zufrieden gegeben uns auch einfach mal irgendwo hinzusetzen und unseren Füßen eine Pause zu gönnen.

Dazu haben wir uns die gebratenen Nudeln gegönnt. Sehr teuer (6€ pro vegetarischer Portion) aber sehr lecker. Mein Fazit: Aufm Festival ist es immer teuer und wenn man keine Lust hat erst zum Bahnhof oder gar in die Stadt reinzulaufen, kann ich diese sehr empfehlen für nächstes Jahr.

Zum Schluss haben wir uns noch ASP angeschaut.

Bei ASP habe ich mehr erwartet. Ich weiß nicht, vielleicht liegt es daran das ich die Band seit über 10 Jahren immer mal wieder höre aber nie live gesehen habe. Vielleicht habe ich generell zu hohe Erwartungen. Aber die ersten 1-2 Lieder live konnten mich nicht überzeugen. Allerdings wurde es bei ASP von Song zu Song besser und die Stimmung war bombastisch.

Funken sprühten, der Tanzbrunnen bebte. Die Stimmung war phänomenal. Gefühlt waren alle Besucher um die Main Stage versammelt und gefühlt sangen und tanzten alle mit. Jedenfalls wurde der Auftritt von ASP doch noch zu einem Auftritt der sich in mein Gedächtnis gebrannt hat.

Generell war der Tag sehr schön. Das Wetter hat gut mitgespielt und ab und an mal ein paar Regentropfen waren genau richtig zum abkühlen.

Ich habe zum ersten Mal am Samstag „Wikingerblut“ probiert… und es für grandios befunden!

Aber! Das (für mich) Beste kommt dann ja doch meist zum Schluss.

Silke und ich liefen gerade an den Ständen rum, sie war ein bisschen hinter mir weil es so voll war. Und wer läuft da an mir vorbei? Sven Friedrich! Ich war total baff. Ich habe den nur angestarrt, irgendwas rum gestottert und als er weiter gegangen ist habe ich hyperventilierend Silke ein Bild von ihm gezeigt und meinte „das war der doch?! Das war doch Sven Friedrich!“ Als sie dann zustimmte war für mich erst mal ganz vorbei. Wie oben schon geschrieben, ich gehöre zu der Sorte die anfängt zu hyperventilieren und kein Wort mehr raus bekommt.

Achso, für die Leute die nicht wissen wer Sven Friedrich ist: Schämt euch! Das ist selbstverständlich der Sänger von Solar Fake, Zeraphine und Dreadful Shadows. Und er stand am Sonntag endlich auf der Bühne. Aber darüber lest ihr hier im Bericht mehr.

Jetzt folgt hier noch eine kleine Bildergalerie. Und ja, die meisten Bilder habe ich tatsächlich von Unzucht. Bei ASP war die Sicht nicht so prickelnd für Bilder und die anderen Bands habe ich mir wie ihr oben lesen könnt, nicht sehr lange angeschaut.

Dann noch der Hinweis wie immer: Die Bilder sind beim Tanzen entstanden, dadurch verwackelt. Durchs Heranzoomen auch nicht ganz so scharf wie sonst, aber wie immer: ich bin auf dem Festival zum Feiern und Spaß haben und nicht um die tollsten Bilder zu machen. Dafür gibt es dort die professionellen Fotografen.

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