E-Book-Reader – die neue Art zu lesen?

Letztens haben mein Mann und ich uns über meine Bücher unterhalten. Ich hatte mir gerade bei Ebay einige Bücher gekauft und sie stolz in die Regale eingeräumt. Unweigerlich kommt es bei dem Thema Bücher früher oder später immer zum Thema E-Book-Reader. Ob ich nicht auch einen haben möchte, dass das so viel praktischer ist.

Generell lese ich in letzter Zeit viel davon, dass die klassischen Bücher immer mehr durch E-Books abgelöst werden. Erst heute hatte ich auf Facebook von einer großen Buchhandlung die Frage gelesen, wie die Buchhandlungen wohl 2050 aussehen. Ob es dann überhaupt noch die klassischen Papierbücher gibt oder ob alles elektronisch läuft.

Mein Mann betont auch jedes Mal die Vorteile eines Readers. Ich bräuchte meine Bücher nicht mehr mit mir rumschleppen und sie würden kein Platz in meiner Handtasche wegnehmen, meine Handtasche wäre nicht so schwer. Ein E-Book-Reader ist doch so platzsparend und meine Bücher nehmen nun einmal viel Platz weg. Wie viel Platz wir einsparen würden, wenn wir die Regale nicht bräuchten.

Damit fing mein Mann damals schon an, als diese Geräte gerade modern wurden und überall Werbung dafür gemacht wurde. Jede Unterhaltung zu diesen Geräten endet gleich. Mein Mann fragt mich jedes Mal, ob ich nicht einfach mal so ein Gerät haben möchte, ob ich es nicht einfach ausprobieren möchte und vielleicht gefällt es mir ja. Ich wehre mich jedes Mal vehement dagegen. Wie ich ihm immer so schön sage, dann kann er das Geld auch direkt nehmen und in den Müll schmeißen. Das kommt aufs gleiche raus.

Wenn ich in die Bahn steige sehe ich sehr viele Leute mit solchen Geräten. Meine beste Freundin hat ebenfalls ein solches Gerät und einige andere Bekannte von mir auch. Man kann es nicht bestreiten, der Trend geht immer weiter zu E-Books und weg von den Papierbüchern. Aber für mich kommen solche Geräte definitiv nicht in Frage.

Ich war schon damals misstrauisch als die Reader sich an immer größerer Beliebtheit erfreuten. Ich habe von Anfang an gesagt, so ein Scheiß kommt mir nicht ins Haus.

Warum ich mich dagegen so wehre? Ich liebe es meine Bücher zu lesen. Ich liebe es, wenn ich die Bücher in die Hand nehme, das Buch aufschlage und Seite für Seite lese, umblättere, und weiter lese. Bei einem E-Book-Reader ist das nicht so. Es fehlt das Papiergefühl, es sieht anders aus. Es fehlt einfach etwas in der Hand und das umblättern. Dieses Gefühl zu beschreiben ist nicht ganz einfach. Für mich gehört es einfach zum Paket „lesen“ dazu.

Mir gefällt es nicht, wie der Text bei den Readern dargestellt wird, mir gefällt es nicht, wie sie sich anfühlen.

Wenn ich lese, dann möchte ich ein Buch in der Hand haben.

Durch die E-Book-Reader gehen so viele schöne Erlebnisse verloren. Viele denken jetzt bestimmt, „schöne Erlebnisse gehen verloren? Durch E-Book-Reader? Tickt die noch richtig?“. Es mag für einige schwachsinnig sein aber für mich gibt es nichts schöneres als auf eine Veröffentlichung von einem Buch hinzufiebern und am Tag der Veröffentlichung in die Buchhandlung zu gehen und das Buch im Regal stehen zu sehen, es zu nehmen und Stolz damit nach Hause zu gehen.

Ja klar, man kann das Buch auch am Tag der Veröffentlichung downloaden. Juhu… Das ist doch einfach nicht das selbe, wie das Buch dort stehen zu sehen, es zu nehmen. Der unverwechselbare Geruch nach neuem Buch fehlt. Generell der Bücher-Geruch fehlt doch gänzlich bei den Geräten.

Ich finde es schön, wenn ich im Wohnzimmer sitze und mir meine Bücher anschauen kann. Wenn ich meine Bücherregale aufräume, neu sortiere. All das hat man nun einmal nicht mehr bei den Geräten. Da können sie so platzsparend sein wie sie wollen, es sind so kleine Dinge die Bücher so unverwechselbar und für mich wertvoll machen.

Abgesehen davon, ein Buch funktioniert immer. Das schlägt man auf und man kann lesen. Ja, die Akkus bei den Geräten sollen sehr lange halten. Aber lange halten heißt dennoch, dass sie irgendwann leer sind. Alleine wenn man dann in der Bahn sitzt, an einer spannenden Stelle und man achtet nicht auf den Akku. Zack, geht das Gerät plötzlich aus, Akku leer. Oder letztens war Silke mich besuchen. Die Fahrt zu mir dauert mit der Bahn gut 2 Stunden. Dort gab es dann Probleme mit dem Gerät, dass der Akku wohl nicht geladen hatte. Ja dann sitzt man da im Zug und kann nicht lesen. Oder wenn das Gerät plötzlich auf einer längeren Reise den Geist aufgibt, was bei Technik immer möglich ist. Dann sitzt man da und das wars.

Ich weiß, viele die heute ein solches Gerät haben, haben früher das gleiche gesagt wie ich. Kaum hatten sie es war es plötzlich die beste Erfindung die es gibt. Für mich kommt ein solches Gerät aber definitiv die nächsten Jahre nicht in Fragen. Ich bin versucht zu sagen, für mich kommt so ein Gerät niemals in Frage. Aber ich denke, das ist eine Aussage die man so nicht mehr treffen kann. Ich werde meine Meinung zu den Geräten wohl kaum ändern aber vielleicht bleibt einem irgendwann keine andere Wahl.

Wobei ich vermute, wenn ich mit so einem Gerät lesen müsste, würde mir die Freude an meinen Büchern und am lesen ganz schnell vergehen.

Aber wie seht ihr das? Wie steht ihr zu E-Book-Readern und seid ihr lieber für die klassische Papiervariante oder doch für E-Books?

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3 Comments E-Book-Reader – die neue Art zu lesen?

  1. Silke 17. März 2018 at 15:07

    Ich denke, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Es gibt viele die nach wie vor sehr viel wert auch echte Bücher legen und das ist auch gut so. Ich verstehe deine Argumente völlig. Und ich hoffe, auch wenn ich selber inzwischen überwiegend mit dem kindle lese, das Bücher niemals gänzlich aussterben. Wie gesagt, kann deine Argumente voll und ganz nachvollziehen und ich würde auch die Bücher, die ich besitze, niemals total ersetzen. Aber wie schon gesagt, letztendlich liegt halt die Entscheidung dafür oder dagegen bei jedem selbst. Ich möchte jedenfalls weder meine Bücher, noch den Reader missen 😀

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  2. Mav 18. März 2018 at 12:33

    Kann ich gut nachvollziehen. Meine Sammlung an Büchern ist zwar eher bescheiden, dennoch lege ich viel Wert auf gute Bücher. Gedruckt und ordentlich gebunden, handwerklich wie schriftstellerisch ein Kunstwerk.
    Zeitschriften lese ich mittlerweile digital, sowas ist vergänglich. Da greife ich kaum zweimal zur selben.
    Bücher, besonders Romane haben etwas emotionales, besonderes, etwas unerklärliches. Dieses Gefühl, ein richtiges Buch in der Hand zu haben und es zu lesen, lässt mich viel intensiver in die Handlung eintauchen. Es ist, als wenn dann ein Schalter umgelegt wird. Ein gutes Buch ist ähnlich wie ein guter Film, man kann es immer wieder lesen und entdeckt dabei auch immer wieder neue Details.
    Es ist für mich auch eine Würdigung des Autors, wenn ich ein gutes Buch in gebundener Auflage in einem Bücherregal stehen habe, es dadurch Freunden und Familie präsentiere. Man soll ein Buch nicht nach dem Einband beurteilen, aber auch hier ist der erste Eindruck nicht zu unterschätzen.

    Das Thema ließe sich wohl noch ewig fortsetzen, aber für einen Kommentar soll das erstmal reichen 😉

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