Stadt der Finsternis

Vor noch nicht all zu langer Zeit habe ich eine neue Buchreihe für mich entdeckt. Eine Geschichte, die so völlig anders ist als die Fantasy-Geschichten die ich bis dato kannte. Eine Geschichte, die mich dennoch gefesselt und zum lachen gebracht hat. Bei der ich das ein oder andere Tränchen verdrückt habe. Eine Geschichte, mit der ich so viele spannende Abenteuer erlebt habe. Die Stadt der Finsternis von Ilona Andrews.

Wer ist Ilona Andrews?

Ilona Andrews ist keine Frau wie man erst einmal annehmen mag. Naja gut, zum Teil ist sie eine Frau aber nicht nur. Der Name Ilona Andrews ist ein Pseudonym des Ehepaares Ilona und Andrew Gordon. Zusammen leben beide mit ihren zwei Töchtern in Portland in Oregon. Neben der Stadt der Finsternis-Reihe haben sie noch diverse andere Reihen verfasst. Ich persönlich kenne die anderen Reihen allerdings noch nicht, daher lasse ich die in dem Beitrag komplett außen vor.

Die Bücher

Im Originalen heißt die Serie Magic. Oft ist es ja so, dass der deutsche Titel sehr vom Original abweicht und oft genug werden durch den Buchtitel falsche Erwartungen geschürt. Ähnlich wie bei der Fever-Saga. Bei dieser Reihe muss ich sagen, finde ich beides passend, Magic und Stadt der Finsternis.

Die ganze Geschichte spielt in der Stadt Atlanta. Allerdings ist es nicht das Atlanta das man kennt. Dazu aber später ein bisschen mehr.

Die Reihe umfasst aktuell 10 Bände. Im Februar 2019 erscheint in Deutschland Band 11. Neben den 10 Bänden gibt es auch noch einige Zwischenbücher. Die haben aber soweit ich weiß nicht direkt was mit der Reihe zu tun und befasst sich eher mit den Nebencharakteren. Auf diese Bücher werde ich nicht eingehen, weil ich sie nicht gelesen habe. Leider gibt es sie nur als E-Books. Wobei auch Band 6 eine Ausnahme unter den 10 bildet. Darauf werde ich aber später näher eingehen.

Erschienen sind die Bücher beim LYX-Verlag und sie umfassen 304 bis 480 Seiten. Anfangs war ich misstrauisch, gerade bei den 300 Seiten-Büchern. Dennoch hat man beim lesen das Gefühl das der Inhalt doch auf mehr Seiten stehen muss. Es passiert so viel, auf den Seiten ist so viel Aufregung gedruckt, da mag man sich schwer vorstellen, dass so viel auf so wenig Seiten platz findet.

Die einzelnen Buchtitel werde ich hier jetzt aber nicht aufführen. Das würde einfach den Rahmen sprengen und wenn man das Internet bemüht und einfach Stadt der Finsternis in eine Suche eingibt, dann findet man die Bücher alle. Abgesehen davon seht ihr die Titel auch auf dem Titelbild in der richtigen Reihenfolge von links nach rechts.

Kate Daniels und Slayer

Kate Daniels ist die Protagonistin in dieser Reihe. Sie verdient ihr Geld damit magische Phänomene zu bekämpfen. Im ersten Buch ist es noch holprig ihr zu folgen. Ich gebe zu, es war teilweise schwer mit zu halten bzw alles zu verstehen. Da hat man gemerkt das 304 Seiten doch etwas zu wenig ist. Wenn man aber einmal drin ist hält Kate einen gefangen.

Kate hat ein Autoritätsproblem. Wenn ihr einer sagt was sie machen soll sträubt sich alles in ihr. Sie ist mutig, tough und eine Kämpferin. Um nicht zu sagen eine eiskalte Mörderin. So wurde sie erzogen. Als Kind wurde sie von ihrem Vormund im Wald ausgesetzt, so gut wie nichts dabei und sie musste überleben und den Weg zurück finden. Das erklärt einiges.

Sie ist eine Einzelgängerin. Ohne wirkliche Freunde und ohne Familie. Den wenigen Leuten gegenüber die sie hat, ist sie aber loyal und sie würde alles für sie tun.

Slayer ist Kates Schwert. Ich führe es hier mit auf, weil es Kate nur mit Slayer gibt. Es ist kein wirklich lebendes Schwert, aber nur ein Gegenstand ist es auch nicht. Es muss sogar gefüttert werden. Dafür wird es in ein extra Behälter gelegt und mit quasi mit Schwertfutter gefüttert. Auch wenn es eigentlich „nur“ ein Gegenstand ist, so wächst Slayer einem doch ans Herz.

Die Geschichte und die Welt von Atlanta

Worum es geht werde ich nur grob anreißen. Es ist doch schwer 10 Bände in einen Beitrag zu stopfen und gleichzeitig auch nicht zu viel zu verraten. Sollte es an irgendeiner Stelle Spoiler geben werde ich das davor schreiben.

Zu erst muss man wissen, dass es die Gilde und den Orden gibt. Wenn es ein magisches Problem gibt ruft man die Gilde, wenn man es sich leisten kann. Die macht das schließlich nicht umsonst und lässt sich ihre Einsätze gut bezahlen. Wenn man es sich nicht leisten kann ruft man den Orden der mildtätigen Hilfe. Die nehmen kein Geld dafür. Allerdings ist das Ergebnis wie sie helfen nicht immer so wie gewünscht. Die Ordensritter helfen zwar aber auf ihre Art und so wie sie es für richtig halten.

Kate verdient sich ihr Geld mit Aufträgen als Söldnerin. In Band 1 wird ihr Ersatzvater ermordet. Kate macht sich an die Ermittlung und auf die Suche nach dem Mörder. Dabei begegnen uns auch Vampire und Nekromanten. Allerdings sind diese nicht, wie man sie vielleicht aus anderen Büchern kennt. Vampire sind verwesende Gestalten, aber auch nicht wie Zombies. Wobei der Vergleich vielleicht nicht so verkehrt ist. Die Vampire werden nur von Hunger angetrieben. Die Nekromanten beschwören keine Toten herauf oder was auch immer, wie man es aus Filmen und Spielen kennt. Nekromanten sind die, die Vampire durch ihre Gedankenkraft lenken.

Dann gibt es noch die Gestaltwandler. In Band 1 kommen diese noch nicht so bedeutend vor. Es gibt nicht nur die typischen Werwölfe. Diese sind zwar auch in der Reihe zahlenmäßig überlegen, es gibt aber auch Werlöwen, Werdachse, sogar Werbären. Einfach um ein paar als Beispiel zu nennen. Eigentlich hat dort aber fast jedes Tier sein Wer-Gegenstück.

Oben schrieb ich bereits, dass Atlanta nicht das Atlanta ist das wir heute kennen. Wenn auch nur von Fotos oder aus Erzählungen. Es ist das Atlanta nach der Magiewende. Damals gab es eine Zeit wo nur die Magie wirkte. Langsam verebbte sie und kam irgendwann ganz zum erliegen. Viele hunderte Jahre gab es auf der ganzen Welt keine Magie. Bis zum Tag X. Da kam die Magie mit voller Kraft zurück. Seit dem kämpft die Magiephase immer mit der sogenannten Technikphase. Sie wechseln sich in unregelmäßigen Abständen für einige Stunden ab. Wenn die Magie wirkt, funktionieren keine technischen Geräte oder Schusswaffen. In der Technikphase funktionieren keine magischen Waffen. Die Telefone funktionieren manchmal während einer Magiewoge, manchmal aber auch nicht. Woran das liegt das sie manchmal funktionieren weiß man allerdings nicht.

Schlusswort

An dieser Stelle mache ich jetzt einen Schnitt. Ich habe überlegt wie ich noch etwas über die Bücher schreiben kann ohne zu spoilern. Aber das geht leider gar nicht. Würde ich dann einen Spoiler raus hauen müsste ich auch viel zu viel erklären damit das überhaupt verstanden würde und dafür würde ich noch mehr spoilern müssen. Also lasse ich das lieber.

Auf eins möchte ich aber noch eingehen. Ich schrieb oben bereits das Band 6 quasi auch noch mal eine Ausnahme ist. Band 6 befasst sich nicht mit Kate selbst. Dort ist die Protagonistin Andrea Nash. Sie ist eine Ordensritterin und in den ersten 5 Bänden wird sie einem näher gebracht. Dennoch gehört auch der 6. Band mit in die Hauptreihe, weil er für einen flüssigen Lesefluss wichtig ist.

Ich muss zugeben, mit Band 1 habe ich mich damals ein bisschen schwer getan. Vieles war für mich verwirrend und da hätte eine Vorgeschichte sicher nicht geschadet. Wie zum Beispiel das mit Slayer. Ich habe lange überlegt was Slayer nun genau ist. Ein Schwert oder doch mehr als das? Und gerade wo ich mich darauf geeinigt hatte, dass es ein Schwert ist, wurde es gefüttert.

Dennoch sollte man sich davon nicht abschrecken lassen. Es klärt sich immer mehr auf und ab Band 2 erfährt man immer mehr über Kate. Dann versteht man auch, warum im ersten Band so geheimnisvoll geschrieben wurde und was das eigentlich alles bedeutete.

Von daher an dieser Stelle eine klare Leseempfehlung an alle Fantasy-Liebhaber die es mal ein bisschen abgehoben bzw. anders haben möchten. Die Bücher haben viel Humor und auch die passende Ernsthaftigkeit an den richtigen Stellen.

Wenn ihr die Reihe kennt, schreibt mir doch gerne mal in die Kommentare wie sie euch gefällt und wie ihr Kate findet.

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